Eine SEO-Agentur für eine Kanzlei sollte erklären können, welche Mandate die Website erreichen soll, welche Hindernisse aktuell bestehen und wie daraus ein überprüfbarer Arbeitsplan entsteht. Branchenbegriffe im Angebot reichen dafür nicht. Entscheidend sind Analyse, Zuständigkeiten, fachliche Freigaben und eine verständliche Auswertung.
Dieser Leitfaden bietet Fragen für Erstgespräch und Angebotsvergleich. Er hilft besonders dann, wenn mehrere Anbieter unterschiedliche Pakete, Kennzahlen und Versprechen präsentieren.
Prüfen, ob die Agentur das Mandatsziel versteht
Ein gutes Gespräch beginnt mit der Kanzlei: Rechtsgebiete, Zielgruppen, Standorte, Kapazitäten und gewünschte Zusammenarbeit. Ein Anbieter sollte unterscheiden, ob Sie Unternehmen laufend beraten, einzelne private Anliegen übernehmen oder ausgewählte komplexe Mandate suchen. Diese Unterschiede beeinflussen Inhalte und Prioritäten.
Fragen Sie konkret: Welche Informationen brauchen Sie, um unsere Zielmandate zu verstehen? Wie unterscheiden Sie allgemeine Informationssuche von einer passenden Beratungsanfrage? Was passiert, wenn ein häufig gesuchtes Thema außerhalb unseres Angebots liegt?
Die Antworten zeigen, ob der Plan vom tatsächlichen Geschäft ausgeht oder nur von einer Keywordliste. Ein großer Suchbegriff kann unpassend sein. Eine kleinere, klar definierte Nachfrage kann näher am gewünschten Angebot liegen. Ohne eigene Daten sollte ein Anbieter solche Annahmen ausdrücklich als Recherchehypothesen behandeln.
Die Analyse als konkretes Ergebnis beschreiben lassen
Eine Analyse ist mehr als ein automatisch erzeugter PDF-Bericht. Lassen Sie erklären, welche Bereiche geprüft werden und was Sie anschließend entscheiden können. Für eine Kanzlei gehören Website-Struktur, wichtige Fachseiten, Profile, Standorte und relevante Wettbewerber in eine nachvollziehbare Betrachtung.
Mögliche Fragen für den Vergleich:
- Welche Website-Bereiche und öffentlichen Profile werden geprüft?
- Wie werden passende Wettbewerber ausgewählt?
- Welche Befunde werden mit konkreten URLs dokumentiert?
- Wie unterscheiden Sie wichtige Aufgaben von nachrangigen Hinweisen?
- Wer bespricht die Ergebnisse und die Umsetzung mit uns?
Bei unserer SEO für Rechtsanwälte verbindet das SEO-Analyse-Playbook Asset-Prüfung, Marktrecherche und Wettbewerbsvergleich. Anschließend werden Optionen und ein zum Budget passender Plan besprochen. Ein kurzes Vorgespräch und eine vereinbarte vollständige Analyse sind dabei unterschiedliche Schritte.
Fachliche Freigaben und Inhalte abgrenzen
Die Kanzlei bleibt für die fachliche Prüfung juristischer Inhalte zuständig. Klären Sie daher, wer Themen vorbereitet, Entwürfe schreibt, Aussagen prüft und die Veröffentlichung freigibt. Ein Anbieter darf fehlende Fachinformationen nicht durch erfundene Qualifikationen, Fälle oder Ergebnisse ersetzen.
Fragen Sie nach einem Musterablauf für eine neue Rechtsgebietsseite und einen Blogbeitrag. Wer liefert die tatsächliche Zielgruppe? Wie werden Quellen dokumentiert? Wie werden Rückfragen gesammelt? Was geschieht, wenn die zuständige Person gerade keine Zeit zur Freigabe hat?
Der Leitfaden zum Kanzleiblog zeigt einen möglichen Prozess. Google betont hilfreiche und verlässliche Inhalte; daraus ergibt sich keine Pflicht zu einer bestimmten monatlichen Textmenge. Ein Angebot sollte deshalb Qualität und Betreuung erklären, statt allein eine hohe Veröffentlichungszahl zu verkaufen.
Umsetzung und Zugänge schriftlich klären
Eine Empfehlung hilft erst, wenn jemand sie umsetzt. Prüfen Sie, ob technische Änderungen enthalten sind, welche Aufgaben Ihre Webagentur übernimmt und wie die Abnahme erfolgt. Bei mehreren Beteiligten braucht jede Aufgabe einen eindeutigen Verantwortlichen.
| Punkt | Vor Beauftragung klären |
|---|---|
| CMS und Hosting | Wer erhält welchen Zugriff und setzt Änderungen um? |
| Search Console und Profile | Wer besitzt die Konten und verwaltet Berechtigungen? |
| Inhalte | Wer erstellt, prüft und veröffentlicht? |
| Dokumentation | Wo werden Änderungen und offene Aufgaben festgehalten? |
| Zusammenarbeit endet | Wie werden Zugänge, Daten und Arbeitsstände übergeben? |
Die Kanzlei sollte ihre zentralen Konten und Inhalte nachvollziehbar kontrollieren können. Zugriffe werden auf das Nötige begrenzt und bei Veränderungen angepasst. Das ist eine organisatorische Grundlage, unabhängig von der gewählten Agentur.
Berichte auf Entscheidungen ausrichten
Ein Bericht sollte zeigen, was bearbeitet wurde, welche Veränderungen beobachtet werden und welche Entscheidung daraus folgt. Reine Positionslisten oder allgemeine Sichtbarkeitskurven erklären die Qualität neuer Anfragen nicht ausreichend. Fragen Sie, wie die Agentur Rückmeldungen aus der Mandatsannahme einbezieht.
Die Search Console kann Suchanfragen und Seitenleistung sichtbar machen. Diese Daten werden mit dem Website-Bestand und den vereinbarten Zielen eingeordnet. Ein einzelner Anstieg beweist keine Ursache; ein Rückgang braucht eine Untersuchung statt einer vorschnellen Erklärung.
Vereinbaren Sie einen sinnvollen Besprechungsrhythmus und die Teilnahme der zuständigen Kanzleiperson. In unserem Ablauf begleiten monatliche Gespräche die Umsetzung; später kann eine leichtere laufende Instandhaltung zum Bedarf passen. Der genaue Umfang wird gemeinsam festgelegt.
Versprechen und Zusatzleistungen prüfen
Feste Rankinggarantien, nicht belegte Mandatszahlen oder pauschale Aussagen über eine sichere Wirkung einzelner Maßnahmen sind keine gute Grundlage. Fragen Sie, welche Teile kontrollierbar sind und welche von Suchsystemen oder Marktbedingungen abhängen. Erfahrung sollte präzise beschrieben werden: Eigene Projekte und Kundenprojekte sind unterschiedliche Nachweise.
Auch Backlink-Maßnahmen brauchen Transparenz über Herkunft, Auswahl und Kennzeichnung. Beim Budgetvergleich hilft die Trennung von Analyse, Umsetzung, Inhalten und laufender Betreuung. Der Leitfaden zu Kosten und Dauer erläutert diese Bestandteile.
Bereiten Sie für ein SEO-Gespräch Ihre Website, wichtigsten Fachbereiche, Zielregionen und groben Rahmen vor. Sie müssen noch keinen fertigen Maßnahmenplan haben. Das Gespräch soll klären, welche Analyse sinnvoll ist und wie eine Zusammenarbeit konkret aussehen kann.